Hude  „Chemieunterricht ist, wenn es stinkt und knallt.“ Dieser Meinung ist zumindest Ulf Baumann, Fachleiter Chemie an der Peter-Ustinov-Schule. Beim Tag der offenen Tür an der Oberschule am Standort Hohelucht zeigte er mit einigen Experimenten, wie der Chemie-Unterricht aussieht. Insgesamt 124 Viertklässler aus der Gemeinde Hude hatte die Schule zum Tag der offenen Tür eingeladen – viele Eltern und Kinder folgten dieser Einladung.

„Es geht vor allem darum, Berührungsängste abzubauen. Die Eltern bekommen durch die lockeren Gespräche ein Gesicht zu den Lehrern“, schilderte Organisatorin Katrin Rettcher.

Schüler führten die möglichen neuen Schulkameraden und deren Eltern durch alle Räume, es wurden die Arbeitsgemeinschaften wie Yoga, Fit am PC oder Bogenschießen vorgestellt. Auch die Sozialpädagogen und Beratungslehrer gaben einen persönlichen Einblick in ihre Arbeit.

„Zum Sommer beginnen meist um die 100 Schüler das fünfte Schuljahr bei uns. Wir streben eine Quote zwischen 75 und 80 Prozent der Viertklässler der Gemeinde Hude an“, sagte Schulleiter Nico Rettcher. Insgesamt 107 Fünftklässler begannen im vergangenen Jahr ihre weitere Schulkarriere an der Huder Oberschule, 650 Schüler besuchen die Schule an den zwei Standorten bis zur Klasse 10 insgesamt.

Die häufigste Frage der Eltern sei die Vergleichbarkeit des gymnasialen Zweiges mit „klassischen Gymnasien“, die laut Rettcher absolut gegeben ist. Entscheidend ist für die Eltern jedoch nach Einschätzung des Schulleiters die räumliche Nähe und ob Geschwister oder Freunde der Kinder die Schule besuchen.

Und was ist für Schüler wichtig? Jonas (6d) fand das Graf-Anton-Günther Gymnasium in Oldenburg zu groß, Tristan (Siebtklässler) zog es wegen seiner Freunde an die Oberschule in Hude, und Simon hat sich vor drei Jahren beim Tag der offenen Tür umgesehen und die Lehrer und Räume für gut befunden.

Nicht nur im Chemie-Raum wurde den Kindern viel zum Experimentieren geboten.

Auch im Werkraum konnten die Kinder aktiv werden. Dort erstellte Helen zusammen mit Joost Gerdes, Auszubildender bei Amazone – einem Kooperationspartner der Oberschule –, ein Namensschild. Auch kleine Figuren konnten unter Anleitung von Lehrer Daniel Diemer gebaut werden, dabei kamen Säge und Bohrer zum Einsatz:

„Werken wird ab der sechsten Klasse angeboten, später belegen die Schüler auch das Fach Technik.“ So nahmen viele Grundschüler Erinnerungsstücke mit nach Hause.

Ausgelassenes Toben und Spielen war in der Sporthalle an verschiedenen Stationen möglich, wo den Viertklässlern und ihren Eltern ein Einblick in den Sportunterricht an der Schule gewährt wurde.

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