„Miss Seltsam“ und das Erwachsenwerden – NWZ 8.6.2017

HUDE Paula ist ein Mädchen, das ist nicht besonders gut in der Schule ist, oft schreibt sie von ihrer besten Freundin Jannika ab. Weil sie sehr ruhig und verträumt ist, wird Paula von vielen Mitschülern Miss Seltsam genannt. Zu Hause muss sie auch schon mal in der Gärtnerei ihrer Eltern mit anpacken. Alles in allem hat sie es nicht immer leicht – und dann geraten Paula und Jannika auch noch einen richtigen Streit mit der Zickenclique ihrer Schule.

Bei Proben zugeschaut

Die zwölf Schüler der Theater AG führen am Montag, 12. Juni, „Die Walreiterin“ im Forum der Peter-Ustinov-Schule auf. Der eigentliche Termin am Freitag, 9. Juni, musste leider abgesagt werden. Es ist die Premiere des Theaterstückes, in dem es um Freundschaft, Liebe, das Erwachsenwerden und auch den Biologieunterricht geht, wie die Schüler, die in die sechste und siebte Klasse gehen, betonen. Die NWZ hat dem Huder Schauspielnachwuchs bei den Proben über die Schulter geschaut.

ZUM THEATERSTÜCK:

Premiere ist am Montag, 12. Juni, um 19 Uhr im Forum der Peter-Ustinov-Schule in Hude.

Tickets für die Vorstellung gibt es ausschließlich an der Abendkasse.

Der Eintritt kostet einen Euro für Kinder und Jugendliche sowie zwei Euro für erwachsene Besucher.

Das Stück dauert insgesamt eine Stunde und zehn Minuten.

„Wir arbeiten seit Beginn des Schuljahres im letzten Jahr an der Aufführung“, berichtet Musiklehrer Armin Kirsch. Die Idee und der Text zum Stück stammen von ihm. „Wir haben aber bei den Proben einiges geändert und auch die Sprache der Figuren angepasst“, verraten die Schüler. Außerdem hätten sie sich die Namen für ihre Rollen selbst ausgesucht.

„Ich spiele die Paula“, berichtet Wiebke, die es liebt, in andere Rollen zu schlüpfen. „So kann man sehr gut dem Alltag entkommen.“ Zwischen Wiebke und ihrer Rolle gebe es auch Parallelen, wie zum Beispiel den Bruder.

Paulas Bruder heißt Johannes. Die Rolle spielt Wiebkes kleiner Bruder Heiko, der, wie seine Schwester, viel Spaß an der Schauspielerei hat. „Ich fand die Idee, auf der Bühne zu stehen, damals schon toll, als ich das bei Wiebke gesehen habe“, sagt er. Mit den anderen Jungen der Theater-AG führt er im Stück einen Maori-Tanz auf, den sie auch mit Gesang begleiten.

Die Mädchen auf der anderen Seite führen einen Hip Hop-Tanz auf. Sie haben eine Choreographie einstudiert, die sie im Wechsel von bunter Beleuchtung und Stroboskoplicht, das ihre Bewegungen seltsam abgehackt erscheinen lässt, aufführen werden.

Nervosität spielt keine große Rolle für die Mitglieder der Theater-AG. „Klar, jeder ist etwas aufgeregt, wenn es auf die Bühne geht und will den Auftritt hinter sich bringen. Am Ende bin ich aber immer froh, wenn ich fertig bin. Das ist ein befreiendes Gefühl“, berichtet Frida, die im Stück Jannika spielt.

Und auch wenn etwas Unvorhergesehenes passiert, wissen die Schauspieler, was zu tun ist. „Wir improvisieren einfach und versuchen die Kurve zu kriegen“, sagt Wiebke, ihre Mitschüler nicken.

Intensive Proben

Dass am Montagabend alles glatt geht, denkt auch Armin Kirsch. „Wir haben intensiv geprobt, und ich habe richtig tolle Ergebnisse gesehen“, sagt der Pädagoge, der sich keine Sorgen in Bezug auf die Premiere macht.

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