Werte und Normen

Eine Erziehung unserer Schüler, soll auf die Gestaltung des Lebens in der Gesellschaft vorbereiten, sie muss vielfältige Anlässe aufnehmen und schaffen, die eine Auseinandersetzung mit Normen und Werten möglich machen.

Auf diese Weise können die Heranwachsenden zu eigenen, begründeten Orientierungen für ihr Urteilen und Handeln gelangen.

Der Werte – und Normen Unterricht in der Sekundarstufe I baut dabei auf Grundlagen auf, die insbesondere im Elternhaus und in der Grundschule vermittelt worden sind.

Die Befähigung zu ethischem Urteilen und Handeln kann gefördert werden, wenn Schülerinnen und Schüler Wertorientierung der Vergangenheit und der Gegenwart kennen lernen und insbesondere jene Grundentscheidungen verstehen und sich zu eigen machen, die für das Zusammenleben in einer demokratischen Gesellschaft konstitutiv sind.

Die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Wertvorstellungen und Weltanschauungen gehört zu den grundlegenden Aufgaben der Schule. Sie ermutigt die Schülerinnen und Schüler, nach dem Sinn ihres eigenen Lebens und dem der menschlichen Existenz zu fragen und nimmt ihre persönlichen Vorstellungen ernst.

Dazu gehört die Frage nach menschlichen Grunderfahrungen wie etwa Hoffnung, Glück, Verantwortung, Freiheit, Liebe, Hass, Angst, Vertrauen, Tod, Einsamkeit, Solidarität, Gewalt, Gerechtigkeit, Arbeit, Schuld und Glauben nach deren Bedeutung für die eigene Existenz.

Die Auseinandersetzung mit Normen und Werten ist an die reale Begegnung mit Menschen gebunden. Dabei geht es darum, für eigene grundlegende Wertentscheidungen einzutreten und die Wertentscheidungen anderer zu achten. Schülerinnen und Schüler lernen, Handlungsmöglichkeiten zu erkennen, Wertentscheidungen bewusster zu treffen und zunehmend Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Eine wesentliche Säule der pädagogischen Arbeit an der Oberschule  Hude stellt die Vermittlung dieser Werte und Normen mit den Zielen einer Werteorientierung im Zuge einer Werteerziehung dar.

Die konzipierte Werteerziehung, die unter dem fächerübergreifenden Aspekt gestaltet wird und deren Teilaspekte sich von daher in vielen Themen einzelner Fächer wiederfinden, soll in erster Linie zu einem Handeln in sozialer Verantwortung und zu einem von ökologischem Bewusstsein getragenen Wirken in unserer

Gesellschaft befähigen. Dies umfasst den Respekt vor sich selbst und eine damit verbundene Anerkennung der eigenen individuellen Persönlichkeit, eine Anerkennung der jeweiligen Mitmenschen in ihrer Eigenart und hinsichtlich ihrer Interessen, eine Befähigung zu einem menschenwürdigen Leben und Handeln in einer sozialen Gemeinschaft.

 Der Unterricht findet jahrgangsübergreifend statt, dies bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Altersstufen gemeinsam an verschiedenen Themen arbeiten. Der gemeinsame Unterricht der Schüler  unterschiedlicher Jahrgänge in einem Kurs stellt für die Schüler und Lehrer eine grundlegende Veränderung im Schulalltag dar. Diese stellt  zwar eine deutliche Herausforderung in Hinblick auf notwendige Differenzierung dar, birgt gleichzeitig aber großes Potential, da Themen auf unterschiedlichen Ebenen behandelt werden. Jüngere Schüler können durch die älteren zur intensiveren Auseinandersetzung motiviert werden, die Älteren profitieren von der Notwendigkeit, den jüngeren Schülern Erklärungen altersgemäß nahezubringen. Auf diese Weise werden im Unterricht die Rücksichtnahme und die gegenseitige Hilfe gefördert.