EHRE, WEM EHRE GEBÜHRT - Zu Gast bei der Verleihung der Bertholt-Brecht-Professur in Leipzig

EHRE, WEM EHRE GEBÜHRT

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Am 07.11.22 erhielt die Regisseurin des Dokumentartheaters Berlin, Frau Marina Schubarth, von der Universität Leipzig die renommierte Bertolt-Brecht-Professur für Theaterwissenschaften verliehen. Im Beisein von Bürgermeisterin Dr. S. Jennicke empfing die engagierte Leiterin des Berliner Theaterensembles die hohe Auszeichnung aus der Hand von Frau Prof. Dr. E. Obergfell, der Rektorin der Universität. In der Laudatio wurde die unnachlässige Arbeit der gebürtigen Ukrainerin gegen das Vergessen gewürdigt. Die zahlreichen Inszenierungen zu historischen Geschehnissen – wie z. B. zu Babyn Jar – brächten die Erinnerungen zurück und schützten sie vor dem würdelosen Vergessen, so der Tenor im Senatssaal der Universität. 

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Weil die Arbeit des Dokumentartheaters und Frau Schubarths vor allem bei der Aufarbeitung des schrecklichen Massakers in Babyn Jar 2020/2021 im Gleichklang mit der Erinnerungsarbeit an unserer Peter-Ustinov-Schule verlief, konnte der Projektleiter Dr. J. Leopold der Inauguration in Leipzig beiwohnen und den Kontakt zum Berliner Ensemble weiter vertiefen.

Nach wie vor befinden sich unsere Erinnerungstafeln mit den handgeschriebenen Opfernamen in Berlin, um dort und bei Tourneen im Theater gezeigt zu werden. Derzeit verhindert der furchtbare Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine eine Aufführung des Requiems für Babyn Jar, da zahlreiche Schauspieler*innen in Kiew und anderen Städten festsitzen.

Mit der Verleihung der Professur an eine ukrainisch-stämmige Regisseurin wollten Stadt und Universität Leipzig auch ein lautes Zeichen für die Partnerstadt Kiew, die Ukraine und gegen den Krieg setzen. Veränderungen müssen erarbeitet werden – so wie Frau Schubarth das macht…und wer würde das nicht besser verstehen als Bert Brecht!?

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Der musikalische Rahmen der Veranstaltung wurde durch das ukrainische Ehepaar Diana und Oleg Yanushkevych (Klavier und Violine) gestaltet. Wir freuen uns für Frau Schubarth und gratulieren ihr zu dieser besonderen Auszeichnung, die auch eine Anerkennung ihres Lebenswerkes darstellt!

Text und Fotos: Dr. J. Leopold

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