PUS und Erasmus+

Erasmus von Rotterdam war ein niederländischer Universalgelehrter, der um das Jahr 1500 in ganz Europa lehrte, forschte und schrieb und der als Wegbereiter der europäischen Aufklärung gilt. Als solcher erschien er der EU im Jahre 1987 als perfekter Namensgeber für ein Programm zur Förderung der Kooperation und des Austausches im Bereich der Hochschulbildung in Europa. Im Laufe der Jahre wurde dieses Programm auf die Bereiche allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport in Europa erweitert. Der Name wurde 2014 entsprechend durch ein + ergänzt: Erasmus+. Im Schulbereich ermöglicht es vielfältige Aktivitäten, wie zum Beispiel Schülergruppenaustausche, langfristige Aufenthalte einzelner Schülerinnen und Schüler an einer Schule im Ausland oder auch die Möglichkeit für Lehrerinnen und Lehrer, sich im Ausland fortzubilden oder an einer Schule im Ausland zu hospitieren.
Die PUS hat für den Zeitraum Oktober 2025 bis Februar 2027 ein sogenanntes Kurzzeitprojekt beantragt und bewilligt bekommen. Dieses Projekt trägt den Titel: „Green Horizons: Gemeinsam für Nachhaltigkeit in Europa“. Es umfasst Lehrerfortbildungen (in Portugal, Irland, Spanien und Malta) sowie als zentrale Mobilität einen Schüleraustausch mit einer Schule in Spanien.
Austausch mit der IES (Instituto de Educación Secundaria) La Gándara in Toreno (Spanien)
Neben den Austauschaktivitäten mit den Schulen in Hudes Partnergemeinden Arnage (Frankreich), Fiume Veneto (Italien) und Nowe Miasto (Polen) ergab sich aufgrund eines privaten Kontakts einer Lehrkraft die Möglichkeit, einen Austausch mit einer Schule in Spanien durchzuführen. Im April 2025 besuchten uns acht Schülerinnen und Schüler sowie zwei Kollegen der Sekundarschule IES La Gándara im Norden Spaniens. Da dieser Austausch durch das EU-Programm Erasmus+ gefördert wird, orientierten sich die Aktivitäten an den Grundsätzen dieses Programms: Inklusion und Vielfalt, Green Erasmus, Demokratiebildung und europäische Werte sowie am Rande Medienkompetenz und digitale Bildung. Konkret wurden Unternehmungen in der Natur (Fahrradtour, Klettern, Wasserski) und Ausflüge nach Hamburg (Besuch der Erlebnisausstellung „Dialog im Dunkeln“) und in das Klimahaus Bremerhaven durchgeführt. Über allem stand aber natürlich das gegenseitige Kennenlernen und der Austausch der spanischen und deutschen Schülerinnen und Schüler, der durch den Aufenthalt der Gäste in Familien, interaktive Spiele und gemeinsame Abende zusätzlich unterstützt wurde. Gutes Wetter, engagierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer und nicht zuletzt die Eltern machten die Woche zu einem nachhaltigen Erlebnis für alle. Vom 3. Mai bis zum 9. Mai 2026 steht nun die Reise nach Spanien an, die es den deutschen Schülerinnen und Schülern in besonderem Maße ermöglichen wird, auf persönlicher, sprachlicher und interkultureller Ebene Erfahrungen zu machen.

Bericht und Bilder: Jan Mattenheimer