Peter-Ustinov-Schule zu Gast in Spanien
„Green Horizons – Gemeinsam für Nachhaltigkeit in Europa“ ist der Titel des Projektes, für das die Peter-Ustinov-Schule Gelder bei der EU über das Programm Erasmusplus beantragt hat. Zentrale Idee dahinter ist der Austausch und die Kooperation im Bildungsbereich in Europa. Gelebt und umgesetzt wurde diese Idee unter anderem durch einen Austausch mit der spanischen Sekundarschule IES La Gándara aus dem kleinen Ort Toreno im Nordwesten Spaniens.
Nachdem neun Huder Schülerinnen und Schüler und ihre Familien im April 2025 bereits als Gastgeber für Schülerinnen und Schüler aus Toreno fungiert hatten, stand vom 3.-9. Mai der Gegenbesuch an der Partnerschule an. Die Huder ‚Reisegruppe‘ wurde in Toreno von Schüler/innen-, Schul- und Gemeindeseite sehr herzlich empfangen und aufgenommen und verlebte eine Woche voller Eindrücke. Gemeinsam mit den Partnerinnen und Partnern besuchte man viele Orte in und rund um die Großgemeinde Ponferrada (in der ‚Autonomen Gemeinschaft‘ Kastillien und León), die die vielfältige Geschichte dieser Region aufzeigten. Höhepunkt war sicherlich der Besuch der Weltkulturerbestätte ‚Las Médulas‘, der vor 2000 Jahren wichtigsten Goldmine des Römischen Reiches. Darüber hinaus erfuhren die Schülerinnen und Schüler durch einen Besuch des ehemaligen Kohlekraftwerks ‚La Fábrica de Luz‘ und des Bergwerks ‚Pozo Julia‘, wie der Bergbau das Leben der Menschen in der Region um Toreno bestimmte. Im Vorfeld hatten sich die Schülerinnen und Schüler schon mit umweltrelevanten Themen auseinandergesetzt und online gemeinsam mit ihren Partnerinnen und Partnern Poster zu diesen Themen - auch im Hinblick auf ihre jeweilige Relevanz in Hude/Toreno - erstellt.

Abgesehen von diesen Programmpunkten war die Begegnung mit den Austauschpartnerinnen und -partnern und ihrer Familien von zentraler Bedeutung. Hier bekamen die Schülerinnen und Schüler persönliche und authentische Einblicke in das spanische Alltagsleben und die Kultur, sei es im Hinblick auf die Esskultur mit ihren späten Mahlzeiten, die Bedeutung familiärer Bindungen und des Familienlebens im Allgemeinen. Nicht zuletzt mussten sich die Jugendlichen der Herausforderung der fremdsprachlichen Kommunikation stellen und konnten – anders als im schulischen Fremdsprachenunterricht – in realen Situationen ihre Fremdsprachenkenntnisse zur authentischen Kommunikation anwenden und dadurch verbessern.
All diese Begegnungen und Erfahrungen vor Ort ermöglichten es den Schülerinnen und Schülern, die Vielfalt des Lebens in Europa hautnah zu erleben und eröffneten ihnen die Möglichkeit, dadurch ein stärkeres Gefühl der Verbundenheit mit Europa zu entwickeln.

Bericht: Jan Mattenheimer